Integrationshelfer/ Schulassistenz

Auf Grund der Behinderung eines Kindes/Jugendlichen können Unterstützungsmaßnahmen erforderlich sein, die nicht durch das Schulpersonal geleistet werden können. Um in diesen Fällen die Teilhabe eines behinderten Kindes in einer für das Kind geeigneten Schulform ermöglichen zu können, kommen die Hilfen des SGB XII zum Tragen, u. a. in dem ein Integrationshelfer/ein Schulassistent zum Einsatz kommt.
Der Integrationshelfer begleitet den betreffenden Schüler mit besonderem Förderbedarf während eines Teils oder auch der gesamten Schulzeit, um Hilfestellungen zu leisten und individuelle Unterstützung anzubieten. Für den Betroffenen stellen sie ein Hilfs- und Kom-munikationsmittel dar und unterstützen dabei, die klassenbezogenen Angebote des Lehrers annehmen und verarbeiten zu können. Für den Schüler stellt der Integrationshelfer somit auch eine Übersetzungs- und Umsetzungshilfe dar. Darüber hinaus hilft er bei lebenspraktischen Verrichtungen, erledigt anfallende grundpflegerische Hilfen während der Schulzeit und unterstützt bei der Orientierung im Schulalltag.

 

Wie erhält man einen Integrationshelfer/ eine Schulassistenz?

Das 6. Kapitel des SGB XII (Eingliederungshilfe für behinderte Menschen) beinhaltet die Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung. Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten müssen einen Antrag beim Sozial- oder Jugendamt stellen. Voraussetzungen sind:

  • Der Schüler/die Schülerin muss eine Behinderung im Sinne der Eingliederungshilfe haben (§§ 53/54 SGB XII bzw. § 35 SGB VIII).
  • Es muss deutlich werden, dass Unterstützungsmaßnahmen aufgrund der Behinde-rung beim Schulbesuch notwendig werden, die durch das Lehr- bzw. Schulpersonal nicht geleistet werden können.

Das Jugendamt ist zuständig, wenn es sich um eine so genannte seelische Behinderung im Sinne des SBG VIII handelt.

Wie sieht ein ganz normaler Alltag aus?

Der Integrationshelfer holt den Schüler vom Bus ab bzw. begleitet ihn auf dem Schulweg und während des Schultages. Je nach individuellem Hilfebedarf erfolgt dann die Unterstützung im Unterricht und in den Pausen. Da bei einigen Schülern die Konzentration erst noch geschult werden muss, ist es wichtig, dass der Integrationshelfer erkennt, wann eine individuelle Pause notwendig ist und wann er den Fokus der Aufmerksamkeit des Kindes wieder auf den Unterricht lenken kann.
Von enormer Bedeutung ist es, dass zwischen Schüler und Integrationshelfer eine Vertrauensbasis entsteht, damit das Kind sich dem Assistenten öffnen und Unterstützung annehmen kann.

Kontakt:

Ambulante Dienste

Leiter: S. Stein

Strandbadstraße 1
39418 Staßfurt
Telefon: 03925/8008-91
Fax: 03925/8008-32
E-Mail: foerdergruppe(at)lebenshilfe-boerdeland.de